Fettkopp ist eine kleine Pomadenfirma aus Ost-Berlin, die seit 2013 traditionell in Handarbeit ihre eigenen Pomaden braut. Bei der Herstellung achten die Jungs von Fettkopp Pomade darauf, dass nur gute Zutaten in den Kessel kommen, Qualität und Exklusivität stehen hier ganz klar im Vordergrund. Hier schmierst Du Dir nicht irgendwelche eklige Chemie-Pampe in die Wolle, sondern kannst Dir sicher sein, dass nur natürliche und –soweit möglich– regionale Zutaten in der Dose landen.

Die Berliner Fettköppe stellen drei unterschiedliche Sorten Pomade her: Soft, strong und extra strong. Zu den Härtegraden im einzelnen komme ich noch später, nur soviel sei vorab gesagt: Vergiss alles, was Du bisher über Härtegrade weißt!

Die drei Fettkopp-Pomaden unterscheiden sich aber nicht nur im Härtegrad, sondern riechen auch derbe unterschiedlich. Das sind nicht nur Nuancen, sondern es sind wirklich drei komplett unterschiedliche und außergewöhnliche Geschmacksnoten. Hier spielt dann der persönliche Geschmack eine wesentliche Rolle.

Ab in die Matte mit den drei Fettkopp Pomaden

Die Dosen

Schick! Plaisiert mir, die Aufmachung. Das Logo ist hammercool, der taffe Berliner Bär ist echt schickobello. Die Blechdosen sind stabil und mit Schraubverschluss, in meinen Augen ein Pluspunkt, da habe ich immer das Gefühl, man kann die Dosen auch ein wenig länger in der Sammlung stehen lassen.

Duft

Eine neue Pomade. Was geht als erstes? Dose auf und eine Nase nehmen. Einmal: Boah! Nochmal: Yeah! Und als drittes: Wow! Hier haben die Herren von Fettkopp echt dreimal einen rausgehauen! Die strong gefällt mir hier am besten, da kriege ich nur schwer meinen Riechkolben wieder aus der Büchse: Sie riecht herrlich frisch nach Zitronengras und ein klein wenig nach Lavendel und Patschuli. Die soft riecht ebenso lecker nach Zimt und ein bisschen Vanille, die extra strong dagegen nach Eukalyptus, Menthol und Pfefferminze. Unser jüngster Tester (7) fand, die extra strong „riecht wie ein Tannenbaum“ – was jeder halt so rausriecht …

Inhaltsstoffe

In den Fettkopp Pomaden sind außer der Vaseline nur natürliche Produkte verarbeitet. Das sind naturbelassene ätherische Öle, Bienenwachs und Wollwachs. Sie enthalten ansonsten keinerlei Zusatzstoffe wie Silikone, Parabene oder ähnliches. Auch innerhalb der Produktion kommt es nicht zu Einsatz oder Zusatz von irgendwelchen anderen Stoffen. Für die unterschiedlichen Duftnoten sind auch keine künstlichen Duftstoffe verantwortlich sondern die schon erwähnten ätherischen Öle.

 

Die unterschiedlichen Härtegrade der Fettkopp Pomade

soft

Was man so alles „soft“ nennen kann. Die Fettkopp soft ist meines Erachtens nicht wirklich soft, aber vielleicht gelten in Berlin ja andere Dimensionen. Hartet Pflaster, wa? Härtegradmäßig würde ich sie eher zwischen der Murray’s Superior Light und der normalen Murray’s Superior einordnen. Also genau richtig, wenn es beispielsweise darum geht, eine schon gefettete Schmandbirne nochmal nachzuölen. Aber auch für einen mittelfesten Scheitel oder eine kleine Tolle ist die Fettkopp soft exzellent geeignet, für einen geschmeidigen Slick natürlich erst recht. Sie lässt sich sehr easy aus der Dose entnehmen und in die Matte einarbeiten und ist deswegen perfekt für Anfänger.

strong

Hier fängt es schon an, langsam knifflig zu werden, wir machen die Schwimmflügel ab und verlassen das Nichtschwimmer-Becken. Denn die Fettkopp strong ist schon etwas für Pomade-Profis. Vom Härtegrad würde ich sie der Murray’s Superior oder der roten DAX gleichsetzen. Und auch von der Anwendung her, wobei hier vom Gefühl her nicht so viel an den Fingern kleben bleibt wie bei den beiden Klassikern. Mit der Fettkopp strong lässt sich jede vernünftige Pomadenfrisur zurechtlegen, vom glatten Slick der Sorte „jung dynamischer Finanzexperte“ bis zur schönen hohen Tolle ist hier alles möglich.

extra strong

Eines muss man mal ganz deutlich sagen: Die Fettkopp extra strong Pomade ist nix für Weicheier oder Pomaden-Anfänger. Und auch nix für Leute, die es eilig haben. Denn schnell nochmal ein wenig den Fettwirsing nachschmieren und dann ab dafür ist nicht.

Es ist schon derbe harte Arbeit, das Zeug aus der Dose zu puhlen. Mach Dir mal den Spaß und öffne die Dose und klopfe mit den Fingerknöcheln gegen die noch jungfräuliche Pomade – Aua! Ich mache eigentlich ungern die Pomade mit nem Fön heiß, weil dann meistens das Zeug später überall im Badezimmer rumklebt und außerdem verliere ich –wenn die Pomade bei 1.000°C zu Frisierschleim mutiert ist– oft den Überblick, wie viel ich jetzt gerade so genommen habe. Ich nehme also lieber den Daumennagel und kratze auch bei härteren Pomaden die benötigte Menge aus der Dose. So auch bei der Fettkopp extra strong – aber das ist hier echt harte Arbeit, Männers!

Ist das Zeug dann erstmal an den Griffeln, hat man das schwerste geschafft, in die Haare lässt sie sich ganz gut einarbeiten, es bleibt auch erstaunlich wenig an den Flossen pappen. Sie ziept nur wenig beim Verteilen und ist angenehm durchzukämmen. Die Haare bleiben weich und beweglich, totzdem ist die Frise fest wie Beton. Ich habe definitv noch nie etwas derart hammermäßiges in der Wolle gehabt, die Pomade ist echt der Kracher. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Cops bei ‘ner Polizeikontrolle nix sagen, wenn man keinen Helm auf’m Moped anhat, solange man die Pomade-Dose vorzeigt. Und die Tolle, die ich mir dann damit zaubern konnte, kann sich ebenfalls echt sehen lassen!

Also: Nichts für alltags mal eben schnell, aber wenn man mal Zeit und Muße hat oder einen Besuch im Windkanal plant, kann ich die Fettkopp extra strong empfehlen.

Glanz

Alle drei Fettkopp Pomaden sind eher im matten Bereich anzusiedeln. Wobei die soft noch ein klein wenig Glanz liefert, die extra strong dagegen eher stumpf daher kommt. Passt aber auch zu der ultra festen Betonfrisur, die sie ausliefert.

Fazit: Fettkopp Pomade – High Quality Shit Made In Germany

Coole Pomaden von coolen Berliner Jungs, hier hat man echt etwas ganz besonderes im Regal stehen. Einzig der relativ hohe Preis schmälert die Alltagstauglichkeit, auch wenn er in meinen Augen hundertprozentig gerechtfertigt ist, Handarbeit Made in Germany und natürliche Zutaten haben ihren Preis und Wert.

Also: Dicke Kaufempfehlung für die nächste Rockabilly-Nacht.

Und jetzt: Kamm drüber!

PS: Bis Ende 2018 gibt’s bei Fettkopp 15% RABATT AUF ALLE PRODUKTE auf www.fettkopp-pomade.de mit dem GutscheinCode: Pomadoro2018.