Womanizer Pomade ist eine ölbasierte, klassische Pomade. Sie wird in Niedersachsen von dem Pomade-Enthusiasten Carsten Sommer hergestellt. Es handelt sich bei den Womanizer Pomaden um klassische „homebrew“-Pomaden – nebenbei ist Womanizer die erste offizielle und legale Homebrew-Marke Deutschlands – sie sind also keine Industrie- und Massenware.

Womanizer ist aus der damaligen Not des Schöpfers heraus geboren, einen schönen Duft und den passenden Halt in einem einzigen Produkt zu vereinen und nicht auf mehrere Pomaden angewiesen zu sein. Und genau das merkt man den Womanizer Pomaden auch an: Es gibt nämlich eine Besonderheit bei den Womanizer Pomaden, die ich sonst bis jetzt komischerweise nirgendswo gefunden habe, die aber verdammt einleuchtend ist: Es gibt nicht immer nur die eine Kombination aus Duft und Halt, sondern es gibt die unterschiedlichen Duftnoten auch jeweils in zwei Härtegraden. In meinen Augen so simpel wie genial, T-Shirts gibt es ja auch in unterschiedlichen Größen pro Motiv.

Los geht’s: Womanizer Pomade in die Wolle

Die Dosen

Bei den Dosen handelt es sich um Metalldosen mit Schraubverschluss – sehr angenehm, gerade bei einer etwas umfangreicheren Sammlung bleiben Pomaden in Schraubdosen einfach länger frisch.

Duft

Die Einleitung hat ja schon einmal die Duftmarke gesetzt und lässt einiges erwarten in Hinsicht Duftnote. Also: Dose auf und erstmal die Nase rein. Ich hatte die beiden Duftnoten „Green Sailor“ und „Mysterious Paintings“ zur Verfügung gestellt bekommen. Eines lässt sich über beide Noten sagen: Sie sind dezent, nicht aufdringlich, sehr angenehm und raffiniert, irgendwie ungewöhnlich.

 

Womanizer Pomade Green Sailor


Die „Green Sailor“ duftet sehr vielschichtig: Ich rieche da ein wenig Vanille raus, aber auch holzige Noten und fruchtige Anteile wie etwa Orangen. Und ein klein wenig duftet sie nach Zimt. Insgesamt riecht sie eher orientalisch schwer. Auf jeden Fall eine sehr runde Mischung und äußerst angenehm.

 

Womanizer Pomade Mysterious Paintings


Während die „Green Sailor“ eine gleichmäßig durchgefärbte, blassgrüne Oberfläche hat, überrascht die „Mysterious Paintings“ mit einem sehr schönen, blau marmorierten Erscheinungsbild. Sie duftet fruchtiger, frischer und leichter als die „Green Sailor“, mehr nach Orangen und Limonen, aber auch hier riecht man ein wenig Vanille und Lavendel heraus.

Egal für welche Duftnote man sich entscheidet, beide riechen einfach großartig und langanhaltend.

 

Inhaltsstoffe

In den Womanizer Pomaden kommen hauptsächlich Bienenwachs, Vaseline, Lanolin und Kokosöl zum Einsatz.

 

Die unterschiedlichen Härtegrade der Womanizer Pomade

medium

Die medium-Varianten der Womanizer lassen sich sehr leicht aus der Dose entnehmen. Man sollte auch hier schon den Fingernagel zu Hilfe nehmen, dann gestaltet sich die Entnahme kinderleicht. Beim Verreiben der Pomade zwischen den Handflächen fällt die nächste Besonderheit auf: Eine wunderbar angenehme, cremige Konsistenz, eine sehr charmante Beschaffenheit im Gegensatz zu der häufig fettig-klebrigen Bachsigkeit anderer Pomaden. Sie bieten ein sehr geschmeidiges Gefühl beim Verreiben und Einarbeiten in die Haare und es bleibt so gut wie nichts an den Pfoten kleben.

Die Womanizer medium Pomaden lassen sich extrem leicht in Form bringen und bieten mittleren Halt den ganzen Tag über.

heavy


Bei den heavy-Varianten muss dann zwangsläufig das Schmierzeug mit dem Fingernagel aus der Dose gepult werden. Hier ist die Konsistenz eine ganz andere als bei den medium-Varianten, hier kommt das klassische Pomaden-Feeling auf. Und ‘heavy’ ist hier dann auch wirklich sehr fest: Das Durchkämmen nach dem kräfteraubenden Einarbeiten sorgt schon für die eine oder andere Träne, das ist konkrete Arbeit für Fortgeschrittene! Aber das Ergebnis lohnt sich – die ‘heavy’ Sorten der Womanizer Pomade sorgen für brettharten Halt für den ganzen Tag, und das auch in der steifsten Brise. Nach dem Einarbeiten verbleibt auch bei großzügiger Entnahme erstaunlich wenig an den Griffeln pappen.

Glanz

Die medium Varianten der Womanizer Pomade bieten einen dezenten Glanz, wie man es von klassischen Pomaden gewohnt ist. Die Matte wirkt leicht ölig-fettig, aber immer noch im mittleren Bereich, kein Vergleich zur Murray’s Superior Light oder gar Hair Glo.

Die heavy Sorten dagegen sind vom Glanzfaktor eher zurückhaltend matt und seidig, das komplette Gegenteil zum klassischen Schleimhelm. 

Wer den festen Halt einer heavy braucht, aber gleichzeitig nicht auf den Glanz verzichten möchte, schmiert sich dann einfach eine Kombination aus beidem in die Matte: Für den Halt die heavy und beispielsweise an die Seitenpartien dann ein bisschen von der medium als Topping. Sieht geil aus und sorgt gleichzeitig dafür, dass widerspenstig abstehende Strähnen besser gebändigt werden.

Fazit: Womanizer Pomade – Homebrew at it’s Best

Die Düfte der Womanizer Pomaden sind einfach der Hammer, die Anwendung und der Halt überzeugen auch auf ganzer Linie. Aber der größte Pluspunkt der Womanizer Pomaden und gleichzeitig auch ihr Alleinstellungsmerkmal ist das Baukastensystem: Der Schmierer ist nicht auf Gedeih und Verderb einer Kombination aus Duft und Halt ausgeliefert sondern er sucht sich seinen Lieblingsduft in Kombination mit seinem Härtegrad aus.

Dose auf und Kamm drüber!

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